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22.

Aug

2014

Ehrenamt als zentrale Stütze der Gesellschaft - Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel besucht Behörden des Bevölkerungsschutzes Drucken
Geschrieben von: BBK   

Ehrenamt als zentrale Stütze der Gesellschaft - Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel besucht Behörden des Bevölkerungsschutzes(Bonn) Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel besuchte gemeinsam mit Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière am Dienstag, den 19. August 2014, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) in Bonn. Sie informierte sich über die vielfältigen Aufgaben und Leistungen beider Häuser und tauschte sich mit ehrenamtlich im Bevölkerungsschutz Tätigen aus.
Bei ihren Besuchen in den Hochwassergebieten 2013 überzeugte sich die Bundeskanzlerin von dem persönlichen Engagement der Helferinnen und Helfer, die meisten von ihnen ehrenamtlich im Einsatz. Beeindruckt von dieser gelebten Solidarität suchte sie bei BBK und THW das Gespräch mit den freiwillig engagierten Menschen.
In ihrer Rede führte die Bundeskanzlerin aus: „Der Staat unterstützt mit sachlichen oder finanziellen Mitteln. Er hilft durch die Gestaltung geeigneter Rahmenbedingungen. Vieles muss auch in Kooperation von Bund und Ländern geschafft werden. Aber die tragende Säule unseres Zivil- und Katastrophenschutzes ist letztlich das freiwillige Engagement. Deshalb kann man es gar nicht oft genug sagen: Ohne Freiwillige, ohne Ehrenamtliche ist kein Staat zu machen.“ Weiterhin fuhr sie fort: „Gemeinnützige Hilfe kennt viele Facetten. Wichtig ist, dass sie deutlich macht, dass es Werte in unserer Gesellschaft gibt, die ganz konkret durch das eigene Handeln umgesetzt werden: Hilfsbereitschaft, Solidarität und soziale Verantwortung. Solche Werte werden in den Organisationen des Bevölkerungsschutzes gelebt – egal, ob bei den Haupt- oder Ehrenamtlichen. Das gute Miteinander von Haupt- und Ehrenamt ist ja auch eines der Geheimnisse des gesamten Erfolges. Denn ohne die Hauptamtlichen geht es nicht. Wichtig ist, dass wir Nachwuchs haben. Deshalb spielt die Jugendarbeit eine ganz zentrale Rolle. Hier werden durch die Erwachsenen Vorbilder gezeigt, hier werden jungen Leuten Möglichkeiten gezeigt mitzumachen, auch kundig zu werden.“
Das BBK präsentierte das Fernerkundungssystem SIGIS („Scanning Infrared Gas Imaging System“) und den Prototypen einer App zur Warnung der Bevölkerung. Auch Angebote des BBK für Kinder und Jugendliche sowie internationale Projekte standen im Fokus, so z. B. das Engagement des BBK in Jordanien. Christoph Unger, Präsident des BBK, betonte die große Bedeutung und Vorbildfunktion des deutschen Bevölkerungsschutzsystems: „Nicht zuletzt wegen der Grundlage im Ehrenamt ist der deutsche Bevölkerungsschutz in anderen Ländern hoch angesehen. Mit dem Angebot des BBK zur konzeptionellen Unterstützung wie z. B. im Krisenmanagement oder bei der Risikoanalyse sind wir auf dem Weg, auch international zu einem Netzknoten im Bevölkerungsschutz zu werden.“
Das THW demonstrierte der Kanzlerin einige Beispiele aus seinem breiten Einsatzspektrum. Zum Bergen und Retten verwenden die THW-Aktiven beispielsweise die Ringsäge. Mit dem Werkzeug können sie Betonplatten zerteilen und Hauswände öffnen, um etwa verschüttete Personen zügig zu befreien. Neben ehrenamtlichen THW-Helfern und -Helferinnen sowie Vertretern der THW-Bundesvereinigung e.V. hießen auch zwei Nachwuchskräfte der THW-Jugend e.V. den Gast aus Berlin willkommen. Mit ihnen sprach die Bundeskanzlerin über ihre Ziele und Beweggründe für ein ehrenamtliches Engagement im THW.
Vizepräsident Gerd Friedsam begrüßte den Besuch der Kanzlerin: „Die freiwilligen Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisationen, der Feuerwehr und des THW leisten tagtäglich eine großartige Arbeit. Es ist wichtig, dass die Politik auf allen Ebenen – bis hin zur Bundeskanzlerin – diese Leistung anerkennt und den ehrenamtlich getragenen Katastrophenschutz fördert“, sagte Friedsam.
Darüber hinaus präsentierten die Partner im Bevölkerungsschutz der Arbeiter Samariter Bund (ASB), der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter Unfallhilfe und der Malteser Hilfsdienst ihr Leistungsspektrum.


Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz

 

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